Heimunterricht während der Pandemie

Als Organisation stehen wir derzeit vor der großen Herausforderung, unseren Familien in Paraguay während der Pandemie auf eine angemessene und effektive Weise weiter zu helfen. In den vier Monaten strenger Quarantäne konnten wir dank großzügiger Spenden den Familien unserer Patenkinder, als auch unseren Betreuern in Not helfen. In jenen Monaten war die Sicherstellung der Beschaffung der Lebensmittel die oberste Priorität.

 

Da die paraguayische Regierung beschlossen hat, den Präsenzunterricht dieses Jahr auszusetzen, unterstützen wir seit Juni unsere schulpflichtigen Patenkinder mit Heimunterricht, da dies nicht verboten ist. So haben sie mindestens einmal pro Woche einen regulären Unterricht direkt mit Menschen. Hierfür werden Freiwillige (ehemalige Patenkinder und Vereinsmitglieder vor Ort) und Lehrpersonal eingesetzt, die mit viel Engagement und unter Einhaltung der Hygieneregeln arbeiten.

Auf diese Weise können die Kinder den Stoff der Schule lernen und sich an die Helfer mit ihren Fragen, Sorgen/Problemen und Wünschen wenden. Zusätzlich unterstützen wir unsere Universitätsstudenten mit technischem Material, welches für die Durchführung von Online-Kursen erforderlich ist. 

 

Nach dem staatlichen Plan würde der Unterricht im März oder Juni 2021 wieder aufgenommen. Als Verein möchten wir den Heimunterricht beibehalten, weil wir es für wichtig erachten, dass die Kinder eine konstante Schulbildung bekommen, zumal die meisten Schüler und Lehrer nicht über die Ressourcen verfügen, um Online-Kurse in irgendeiner Weise effektiv zu gestalten.

 

Seit dem Beginn der Sommermonate im September bleibt die Ansteckung mit dem Coronavirus stabil. Das Land verfügt über sehr begrenzte Ressourcen für das öffentliche Gesundheitswesen, und jedes Jahr mit dem Einsetzen der Regenfälle beansprucht die Dengue-Epidemie fast jedes Bett auf der Intensivstation.

 

Als das Coronavirus in Südamerika ankam, war Paraguay eines der ersten Länder, das nach dem zweiten bestätigten Fall am 11. März Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen hat. Schulen und Grenzen wurden geschlossen und öffentliche Versammlungen verboten. Durch die landesweite Ausgangssperre konnte der Ausbreitung des Virus entgegengewirkt werden. Das Land hat mehrere Monate unter strengem Lockdown verbracht. Menschen, die an Covid-19 erkrankten, wurden in bewachten Unterkünften unter Quarantäne gestellt. Paraguay hat bisher eine der niedrigsten Infektionsraten in Südamerika gemeldet.

 

Auf der anderen Seite haben die Regierungsmaßnahmen hinsichtlich der Corona-Pandemie schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensumstände der Menschen. Ungleichheits- und Ungerechtigkeitsstrukturen sind noch sichtbarer und stärker geworden. Etwa 65 Prozent der Beschäftigten in Paraguay verdienen ihren Lebensunterhalt in der informellen Wirtschaft und haben während der Coronavirus-Krise kaum Zugang zu staatlichen Leistungen. Die Maßnahmen wurden nun zwar wieder gelockert und die Lebensgrundlage kann wiederhergestellt werden. Dennoch hat der finanzielle Verlust der letzten Monate tiefe Spuren hinterlassen, so dass wohl noch einige Zeit vergeht, bis sich die Familien davon erholt haben.

 

 

Alle Spenden, die wir ab jetzt für die Coronakrise erhalten, wollen wir in die Bezahlung der Lehrer, der Beschaffung von Lernmaterialen oder in die Hilfe für unsere Studenten investieren. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns mit Spenden dafür helfen können. 

 

Spendenkonto

Staufen-Paraguay e.V.

IBAN: DE23 6805 2328 1000 2525 75

BIC: SOLADES1STF

 

Stichwort: 

Coronahilfe-Heimunterricht 

Weihnachtspäckchen

Staufen-Paraguay 2020

Ges. Staufen-Paraguay e.V.

Projekt-Konto:

Sparkasse Staufen

IBAN: DE23 6805 2328 1000 2525 75

BIC: SOLADES1STF

Patenschaft-Konto:

Sparkasse Staufen

IBAN: DE57 6805 2328 0001 1549 70 

BIC: SOLADES1STF

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