Geschichten aus Paraguay / Historias de Paraguay

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Ich bin Ruth Alvarez, ex-Patenkind

Jahrgang 1994

 

Nachdem sie ihr Hochschulstudium der Veterinärmedizin an der nationalen Universität in Asunción, Paraguay absolviert hatte, begann Ruth ihren Master in Pferde-Medizin an der Universität in Córdoba, Spanien. Dort arbeitet sie gerade an ihrer Doktorarbeit.

 

Ruths Eltern befanden sich damals in einer finanziell schwierigen Lage und die Unsicherheit wurde immer größer, als eine Freundin von Alicia, Ruths Mutter, ihr von dem Verein Staufen-Paraguay und dessen Patenschaften erzählte. Aufgrund ihrer guten Noten und ihrer Disziplin wurde Ruth von dem Verein für eine Patenschaft ausgesucht. “Die Unterstützung durch den Verein kam just im richtigen Moment und ermöglichte meiner Mutter eine Verschnaufpause und große Erleichterung, da sie selbst zu dieser Zeit studierte und unser Vater der Alleinverdiener war“, erinnert sich Ruth.

 

Jahre später und dank eines Stipendiums, das sie unabhängig vom Verein aufgrund ihrer guten Leistungen während des Veterinär-Studiums erhielt, konnte Ruth in Spanien ihren Master in Pferdesport-Medizin absolvieren. Im Moment schreibt sie gerade an ihrer Doktorarbeit an der Universität in Córdoba. Sie räumt ein, dass es ein steiniger Weg war: „Gleichzeitig mit dem Ende meines Master-Stipendiums kam der Corona-Lockdown und ich konnte nicht nach Paraguay zurückkehren, da die Grenzen dicht waren, zudem wurde mein Wohnheim geschlossen und ich musste umziehen. Für meine Familie und mich war es sehr schwer mit dieser Unsicherheit umzugehen, aber in diesem Moment bot mir meine Patin, Ursula Stocker, die in der Schweiz wohnt, ihre Hilfe an.“, erinnert sich Ruth. „Sie war mir immer eine große Stütze, ohne sie hätte ich weder meine akademische Laufbahn noch meine Doktorarbeit fortsetzen können. Sie ist wie eine zweite Mutter für mich, ein Engel auf Erden, sie ist ein unglaublich wichtiger Bestandteil meines Lebens. Heute bin ich kein Patenkind mehr, aber wir sind weiterhin in Kontakt.

 

Ich bin mit dem Verein Staufen-Paraguay gewachsen und dank ihm zu dem geworden, was ich heute bin. Was ich gelernt habe? Hartnäckig zu bleiben, nicht aufzugeben und an all zu glauben, was ich geben kann.“

Soy Ruth Alvarez, ex-ahijada

Nacida en el año 1994 

 

Egresada de la carrera de Veterinaria de la Universidad Nacional de Asunción (UNA). Máster en Medicina Deportiva Equina por la Universidad de Córdoba (España), donde actualmente realiza su doctorado.

 

Cuando los padres de Ruth estaban pasando por un momento económico difícil y la incertidumbre aumentaba, una compañera de Alicia, su mamá, que tenía contacto con la Asociación Staufen-Paraguay, le comentó sobre el padrinazgo y eligieron a Ruth porque siempre fue muy disciplinada en el estudio. “El apoyo de la Asociación llegó en el momento justo para darle una tranquilidad y un alivio muy grande a mamá, que en ese momento estaba estudiando, y a papá, que trabajaba para mantenernos”, cuenta.

 

Años después y gracias a una beca académica ajena a la Asociación por su buen desempeño en la carrera de Veterinaria, Ruth fue a estudiar a España, donde hizo un Máster en Medicina Deportiva Equina y ahora está realizando su doctorado en la Universidad de Córdoba (España).

 

Reconoce que en el camino encontró muchas dificultades: “Cuando terminó mi beca de máster, coincidió con el inicio de la cuarentena y no pude regresar a Paraguay porque se cerraron las fronteras, se cerró mi alojamiento y tuve que mudarme. Fue muy complicado para mí y mi familia lidiar con esa incertidumbre, pero en ese momento mi madrina Ursula Stocker, que vive en Suiza, me rescató enviando su apoyo”, recuerda.

 

“Ella siempre fue un pilar muy grande, sin su ayuda no iba a continuar una carrera universitaria ni realizar mi tesis de veterinaria. Es como una segunda mamá para mí, mi ángel en la tierra, es parte fundamental de mi vida. Hoy ya no soy ahijada, pero seguimos en contacto. Crecí con la Asociación y me formé gracias a eso. ¿Qué aprendí? Me enseñó a perseverar, a no rendirme y a creer en todo lo yo puedo dar”.

Ich bin Diana Caballero, ex-Patenkind

Jahrgang 1992

 

Sie absolvierte ihr Studium der Produkttechnologie an der nationalen Unversität in Asunción, Paraguay. Aktuell arbeitet sie als Qualitätsmanagerin bei einem Großunternehmen.

 

Ihre Mutter arbeitete als Putzfrau und ihr Vater verkaufte Kaffee, in Dianas Familie gab es daher kaum Möglichkeiten den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Angesichts dieser Situation, unterstützte eine christliche Frauengruppe aus Deutschland Diana  bis zu ihrem 14. Lebensjahr auf freiwilliger Basis und begleitete sie weiterhin bis zum Schulabschluss. Sie war immer eine gute Schülerin gewesen und entschied sich deshalb 2010 die Aufnahmeprüfung für technische Chemie an der nationalen Universität in Asunción zu versuchen, in der Annahme, dass sie bestehen würde.  „Ich habe damals nicht bestanden, das war für mich ein herber Rückschlag, ich wusste nicht, wie ich das meinen Patinnen erklären sollte. Ich hatte Angst, da ich ohne ihre Unterstützung nicht hätte studieren können. Nichtsdestotrotz, zögerten sie nicht mich weiterhin zu unterstützen. Schlussendlich habe ich mich für Produkttechnologie eingeschrieben und das Studium beendet. Meine Patinnen haben mich sehr unterstützt, denn anstatt enttäuscht zu sein, als ich scheiterte, gaben sie mir eine neue Chance,” erzählt sie stolz.

 

Heute, auch wenn sie schon längst kein Patenkind mehr ist, steht sie weiterhin im regen Austausch mit ihren Patinnen. „Wir erzählen uns gegenseitig von unserem Alltag und sie sind in jedem Moment meines Lebens präsent: sie begleitetet mich als ich heiratete und als ich schwanger wurde. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mich freiwillig im Verein Staufen-Paragauy zu engagieren, denn es berührt mich sehr, dass Menschen, die so weit entfernt von uns leben, uns unterstützen, obwohl sie uns nicht kennen. Ich schätze diese Hilfe sehr, da sie meinen Eltern eine schwere Last von den Schultern genommen hat, denn eine gute Ausbildung in Paraguay ist sehr teuer.“

 

Heute arbeitet Diana als Qualitätsmanagerin in einem großen paraguayischen Unternehmen: „Ich bin meinen Patinnen, dem Verein und meinen Eltern sehr dankbar, denn ohne sie wäre ich nicht die Person, die ich heute bin.“

 

Soy Diana Caballero, ex-ahijada

Nacida en el año 1992

 

Egresada de la carrera de Tecnología de Producción de la Universidad Nacional de Asunción (UNA). Actualmente es jefa de calidad de una empresa paraguaya grande.

 

Su mamá era trabajadora doméstica y su papá vendía café, por lo que en la familia de Diana no tenían muchas posibilidades de pagarle una buena educación. Ante esta situación, un grupo de mujeres evangélicas y católicas de Alemania le dieron su apoyo voluntario desde que Diana tenía 14 años y le acompañaron hasta terminar el colegio.

 

Siempre fue buena alumna, por lo que, en 2010, decidió probar el ingreso a la carrera de Química Industrial de la Universidad Nacional de Asunción, convencida de que lo haría. “No ingresé, y fue mi primer tropiezo, no sabía cómo contarles a mis madrinas. Tenía miedo porque sin su ayuda no podría estudiar. Sin embargo, ellas no dudaron en apoyarme. Finalmente ingresé a la carrera de Tecnología de Producción y la terminé. Mis madrinas me ayudaron muchísimo, porque a pesar de que yo tropecé, en lugar de decepcionarse me dieron otra oportunidad”, recuerda orgullosa.

 

Hoy, a pesar de que ya no es ahijada, Diana sigue intercambiando cartas con sus madrinas. “Nos contamos nuestro día a día y están en todos los momentos de mi vida: cuando me casé y me embaracé también me acompañaron. Por eso decidí ser voluntaria de la Asociación, porque me llena que gente tan lejana a nuestro país nos esté ayudando sin conocernos. Valoro esa ayuda porque alivianaron la mochila de mis padres, ya que tener una buena educación en Paraguay es muy costosa”.

 

Hoy, Diana es jefa de calidad de una empresa grande en Paraguay. “Estoy muy agradecida con mis madrinas, con la Asociación y con mis padres, porque gracias a ellos, hoy soy lo que soy”.

 

Ich bin Silvia Villagra, ex-Patenkind

Hallo! Ich bin Silvia Mabel Villagra Ávalos und arbeite als Logopädin. Ich wurde am 18. April 1991 in Asunción, der Hauptstadt von Paraguay, geboren. Ich möchte ich dir von meinem Weg mit Staufen-Paraguay erzählen.

 

Bevor ich den Verein traf, hatte ich ein ernsthaftes Problem mit der Wirbelsäule. Das hinderte mich daran, im letzten Schuljahr aktiv mitzumachen. Zu dieser Zeit interessierte sich eine Lehrerin für meine Situation, half mir, das Schuljahr nicht zu verpassen und erzählte mir von der Organisation.

Wir schickten einen Brief an die Organisation. Kurz danach kam eine Reisegruppe von Staufen nach Paraguay. Ein Arzt kam mit seiner Frau waren auch dabei. So lernte ich sie kennen, die Menschen die später meine Paten sein sollten. Von da an begannen sie, mir bei der medizinischen Behandlung zu helfen und auch halfen mir eine berufliche Berufung für mich zu entdecken. Die Tochter meiner Paten wurde meine Patin für die Ausbildung als Logopädin in eine private Universität.

 

Ich beendete mein Studium im Jahr 2014 und im Jahr 2015 verteidigte ich meine Dissertation. Seitdem übe ich meinen Beruf aus. Jedes Kind hinterlässt ein eigenes Spuren und andere Lehren. Als Therapeutin sehe ich im Gesicht des Kindes sein eigenes Erstaunen und seine Freude, wenn er das Ziel erreicht hat. Deshalb bilde ich mich bis heute weiter, um mich auf verschiedene Bereiche zu spezialisieren, wobei ich mich auf Lernen, Sprachverzögerungen und Schreib-Lese-Schwäche fokussiere.

 

Ich habe eine Familie. Ich heiratete mitten im Studium und bekam am Ende mein Studium eine Tochter. Was die Gesundheit angeht, es ist besser geworden. Ich hatte auch weitere deutsche Sponsorin, Profi im Bereich der Physiotherapie, und sie hat mich mit den fortschrittlichsten Behandlungen in Deutschland begleitet. Im Moment muss ich nur die Routinen und die täglichen Übungen machen. Ich habe oft Rückenbeschwerden, aber das gehört zu meinem Leben.

 

Die Verbindung zu Staufen-Paraguay ist immer noch so stark wie in den Jahren meiner Patenschaft. Bis jetzt verlieren sie mich nicht auf den Augen. Jedes Mal, wenn Menschen aus dem Verein nach Paraguay kommen, treffen wir uns. Sie haben mir etwas geschenkt, das mich heute und für immer halten wird: meinen Beruf. Wenn sie nicht wären, würde ich mich nicht dazu ermutigen, weiterzumachen. Vielleicht wäre meine Geschichte anders.

 

Ich freue mich sehr, als Betreuerin und Logopädin innerhalb des Vereins zu arbeiten und anderen zu helfen.

Soy Silvia Villagra, ex-ahijada

¡Hola! Soy Silvia Mabel Villagra Ávalos y me desempeño como fonoaudióloga. Nací el 18 de abril de 1991 en Asunción, la capital del Paraguay. Hoy quiero contarte mi paso por Staufen-Paraguay.

 

Antes de conocer la asociación, atravesé un grave problema de salud relacionado con la columna. Eso me impidió participar de forma activa en el último año del colegio. Fue en ese momento que una profesora se interesó por mi situación, me ayudó a no perder el año lectivo y me comentó sobre la organización.

Enviamos una carta y vino a Paraguay un doctor con su esposa, ahí conocí a quienes después serían mis padrinos. Desde ese momento empezaron a ayudarme en el tratamiento de salud y a descubrir mi vocación. La hija de mis padrinos se convirtió en mi madrina para la universidad.

 

Terminé la carrera en el 2014 y en el 2015 defendí la tesis. Ejerzo la profesión desde ese momento. Cada niño deja una huella y distintas enseñanzas. Como terapeuta veo en el rostro del niño su propio asombro y felicidad al llegar a la meta. Por eso, hasta hoy sigo estudiando para especializarme en distintos ámbitos, enfocándome en el aprendizaje, retrasos del habla y lecto-escritura.

 

Tengo una familia. Me casé en medio de mis estudios y tuve una hija al finalizar mi carrera. En cuanto a salud, mejoré bastante. Tuve una nueva patrocinadora, profesional en el área de fisioterapia y me hizo el seguimiento con los tratamientos más avanzados de Alemania. Por ahora, solo debo hacer las rutinas y cuidado de todos los días. Muchas veces siento molestias, pero es parte de mi condición.

 

El lazo con Staufen-Paraguay sigue siendo igual de fuerte que aquellos años en que fui ahijada. Hasta ahora están pendientes de mí. Siempre que vienen a Paraguay nos encontramos. Ellos me regalaron algo que me va a durar hoy y siempre: mi profesión. Si no fuese por ellos no me animaría a seguir la carrera y quizá otra sería mi historia.

 

Con mucho gusto estoy trabajando como encargada y fonoaudióloga dentro de la asociación, ayudando a otros.

Silvia Villagra

Mit meiner Familie, meine Tochter Paula und mein Mann

Con mi familia, mi hija Paula y mi marido

Abschlussfest 2015 

Fiesta de graduación 2015

El día de la presentación de mi tesis

Der Tag meine Dissertation Vorstellung

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